KMB

Blog-n-Roll

Wenn hier schon sonst nicht viel passiert, so ist mir zumindest die Einrichtung des üblichen Blogrolls ein Beitrag wert.

Ich könnte die einzelnen, aus meinem RSS-Reader handselektierten Blogs näher vorstellen, aber mein Tee wird kalt und ich belasse es heute bei zwei Zeilen.

Die Wochenenddetektive – Grundlagen für ein Brettspiel

Szenario

Jedes Wochenende lädt ein wohlhabendes Ehepaar Bekannte, Verwandte, sowie den Dorfdoktor zu sich auf den herrschaftlichen Wohnsitz in Landnähe. England so um Agathe Christie herum böte sich als ört- und zeitliche Verankerung an.

Es werden eine unbestimmte Zahl an Detektiven (die Spieler eben) bestimmt, welche die Aufgabe haben den stets wechselnden Fall – in der Regel starb jemand – mithilfe der anderen Gäste und des Stabs als Zeugen zu lösen. Es gilt die Zeugen zu befragen, dabei Hinweise und Beweise zu ergattern, um am Ende den Täter (Spoiler: meist ist es die einladende Ehefrau) zu stellen.

Spielprinzip

Auf einem Spielbrett – das Anwesen in Frontalansicht, wenn man sich die Wände wegdenkt – sind Räume in einem 3×3 (alternativ: 4×3 oder 4×4) Feld angelegt. Zu Beginn einer Runde werden zufällige Zeugenkarten verdeckt auf den Feldern platziert. Jede Etage des Hauses umfasst ein Thema – zuoberst die Schlafräume der Gäste, mittig die Gesellschaftsräume wie Salon, Bibliothek und Foyer, zuunterst die Bedienstetenräume nebst Koch- und Waschküche – und bestimmte Zeugen nur in bestimmten Räumen gefunden werden können. Die Zeugenkarten wie die Räume sollten entsprechend farbig kodiert sein. Das Thema beeinflusst die Art der Zeugeneffekte.

In jeder Spielrunde bestimmen die Spieler/Detektive vorab welche Art von Räumen sie in welcher Reihenfolge besuchen wollen. Dabei sollte jedes Raumthema mindestens einmal drankommen. Bei zBsp vier Runden (die beiden Wochenendtage können zwei Sessions a 4 Runden darstellen) wären die drei Etagen Pflicht und man hätte eine Wildcard.

Die Zeugenkarten führen wiederum zu den Beweiskarten, aus denen es gilt Means, Motive, and Opportunity zu fischen. Alle Karten hätten diverse Effekte und Beweiskarten gäben Punkte zu den einzelnen Attributen. Sieger wird vermutlich der Spieler, der am Ende die meisten Punkte in den Attributen hat, wobei ein vernachlässigtes mit Negativpunkten sanktioniert wird.

Weiterführendes

Ein Sidekick in Form einer einmal zu nutzenden Aktion, die Einfluss aufs Spielgeschehen hat (zBsp: “Befrage einen anderen Zeugen auf derselben Etage”), scheint tropisch.

Das eigentliche Spiel ist aber noch zu entwickeln, Feinheiten auszutüfteln und das “Spielenswerte” herauszuarbeiten. Von den Karten und deren Effekten mal ganz zu schweigen. Einzig die Sidekicks kommen mir dabei als Selbstläufer vor. Fraglich auch wie interaktiv das Spiel später wird. Vielleicht mit einem Rollenspiel-Element verbinden?

Sobald ich meine vor Jahren niedegkritzelten, weiterführenden Gedanken dazu auf einer externen Festplatte gefunden, analysiert und sortiert habe, gibt es mehr Text dazu.

Biblioviel

Als Freund des gedruckten Worten und des als Serendipity bekannten Prinzips – wenn auch in der abgeschwächten, weil geplanten Variante (s.u.) – war ich vergangenen Montag (man sollte meinen, meine Woche hat nur diesen einen Tag) in der Uni-Bibliothek.

Mein Ausweis für die lokale “Lebendige Bibliothek” lief im April aus und es gab tragischere Momente in diesem Jahr. Die Auswahl, gerade bei der englischsprachigen Literatur, hält sich in Grenzen, wenn man keine Freundin des Chick-Lits ist, und ich hatte alle Romane von Fred Vargas durch. Ergo entschied ich mich nach drei trockenen Monaten, die temporär durch Jonathan Franzen’s “Freedom”. dem Raddatz’schen “Wolkentrinker” sowie einiger Kurzgeschichten von Siegfried Lenz aus dem heimischen Expedit-Regal bewässert wurden, meinen seit knapp zehn Jahren abgelaufenen Ausweis für die Essener Uni-Bibliothek zu reaktivieren, was, nebenbei bemerkt, sehr einfach war.

Studierte zwar nie an dem Campus – Duisburg war per ÖPNV schneller zu erreichen – wohnte nach dem Studium aber einige Jahre fußläufig. Die Auswahl an Belletristik ist sehens- und je nach Geschmack lesenswert, die Gebühren – 20,- EUR im Jahr für uns Externe – nicht teurer als die der Städtischen, und ich rede mir ein, dass bei meiner eklektischen Auswahl keinem Studenten der dringend benötigte Seminarstoff entwendet wird.

Die folgenden Titel wanderten in meinen Rucksack:

“Der Frauenplan” – Ingomar von Kieseritzky

Den las ich, unter Verwendung eines Fremdwörterlexikons, bereits vor zwei Jahrzehnten, ironischerweise aus der lokalen Bibliothek entliehen, die zu dem Zeitpunkt noch nicht lebendig war und diverse Titel von dem seit letzten Jahr leider verstorbenen Autor in den Regalen hatte (heute liegt die Zahl bei einer traurig-ovalen 0).

Entdeckt habe ich ihn durch eben jene, eingangs erwähnte Variante des Serendipity-Prinzips, bei der ich mir einen Autor schnappe, den ich sowieso lesen will, vor dessen Regal ich also bereits stand, um dort den Blick schweifen zu lassen. Seinerzeit waren das King und/oder Kishon, von denen es zu Kieseritzky nicht weit ist. Dass es mehrere Bücher von ihm gab, dürfte ausschlaggebend gewesen sein.

Auf selbe Weise griff ich diese Woche die nächsten beiden Bücher, zu denen ich nichts sagen könnte, was ich nicht erst googlen müsste:

“Der Fliegenpalast” – Wolfgang Kappacher / “Rita Münster” – Brigitte Kronauer

“Duell mit dem Schatten” – Siegfried Lenz

Nach den Kurzgeschichten sollte es gehaltvoller sein. Die Habichte stehen im Regal und das Duell ist der zweite Band der Werkausgabe, da fiel die Wahl nicht schwer; wieso sich nicht durch die Werkausgabe lesen?

“Das Einhorn” – Martin Walser

Mit vagen Erinnerungen an einen Abbruch entweder seiner “Ehen in Philippsburg” oder des fliehenden Pferdes hat er eine zweite Chance verdient. Die erste liegt erneut über eine Dekade in der Vergangenheit. Ich werde alt, …

“Sabbath’s Theater” – Philip Roth

… aber nicht so alt, dass ich mich nicht an ein literarisches Quartett erinnern kann, bei dem Ranicki & Co. den Roman besprachen. Das war immerhin 1996 und die oft erwähnte Obszönität war Ambrosia für einen Teenager, der Ambrosia bis dahin nur aus einer lasziven Asterix & Obelix Zeichentrickfilm-Szene kannte, und der nach der Lektüre des Romans den Absatz zur Morgenlatte lange Zeit als Signatur in diversen Foren nutzte. Als alter Sack und dem Buch nun im englischen Original, verspreche ich mir, dass weder Auge noch Eichel ungerührt bleiben!

“Idoru” – William Gibson / “Child of God” – Cormac McCarthy / “All the Light We Cannot See” – Anthony Doerr

Bleiben wir in der ersten Etage, Raum A, wo sich die Bücher der Anglistik befinden. Dort gibt es zwei Regalreihen mit zeitgenössischer Amerikanischer Literatur – und mEn zu vielen deutschen Übersetzungen – aus denen ich mich hier scheinbar zufällig bediente.

Gibsons Neuromancer-Reihe liegt etwas zurück, auch “Idoru” ist mit seinem Erscheinen 1996 bereits in der Pubertät und dient zwischen den anderen Romanen als palate cleanser oder amuse bouche, um auch die Franzosen zu Wort kommen zu lassen.

McCarthy ist nach allem was ich bisher so gehört habe – es wäre mein erstes Werk von ihm – die optimale Sommerlektüre, wenn man verregnete Sommer mit orkanartigen Stürmen mag.

Dass Doerr den Pulitzer gewann, erfuhr ich post faktum als ich den Autor aus Neugierde wikipediate. Die Bibliothek entfernt netterweise die Schutzumschläge der Hardcover, so dass die Auswahl selten anhand des Umschlags geschehen wird, wobei die sich in den letzten Jahren immer mehr angleichen (siehe dazu: Horror Books Have Lost Their Identity oder alternativ: Horror Book Covers Have Lost Their Magic (FIXED… REALLY FIXED!)) Somit bleibt der Titel und “All the Light We Cannot See” weiß zu überzeugen.

“We Happy Few” – Rolando Hinojosa / “Black Widow’s Wardrobe” – Lucha Corpi

Dem Department of Anglophone Studies ist es – so vermute ich – zu verdanken, dass sich in den erwähnten Regalen viele lateinamerikanische Titel – oftmals der Gattung Chicano Literature – befinden. Diese sind mit positven Erinnerungen verbunden, so dass beherzt zugegriffen wurde.

Lucha Corpi Kennern wird auffallen, dass es sich um das dritte Buch einer Tri- bis Quadrologie handelt. Die ersten beiden Bücher fand ich nicht, sie scheinen aber vorhanden zu sein, so dass ich beim nächsten Besuch darauf zurückkommen werde.

Hui Buh Quack Wuff

Am vergangenen Montag wurde es unheimlich.

Damit meine Arschhaare nicht mit dem Schreibtischstuhl fusionieren, bewege ich meinen Hintern nebst Anhang mehrmals die Woche durch die örtliche Botanik. Nichts zu Anstrengendes doch schon mit genug Tempo, dass ich mein Wochenziel auf Google Fit am Donnerstag bereits erfülle (was am Wochenziel liegen könnte). Dabei geht’s in den nahegelegenen Park, dem sich ein Wald anschließt. Die Strecke ist kein Geheimtipp und wird gerade am Wochenende vermehrt frequentiert. Um die Mittagszeit kommt man wochentags aber gut durch ohne zwischen einem Überangebot an Radlern, Joggern, Rentnern oder Gassigängern groß Slalom laufen zu müssen.

Übers Spaziergehen haben bewandertere Genossen als meinereiner schon genug Worte verloren. Mir gefällt der kontemplative Charakter, wobei der stets präsente MP3-Player nicht zu kurz kommt. Neben Musik – eine Auswahl gibt es auf DailyBeat.de (seit einiger Zeit aufs eisige Abstellgleis gestellt)-  lasse ich mich von Podcasts berieseln. Im Gegensatz zur Housemusik, die chaotische Gedankengänge zulässt, wird primär Marc Marons WTF, sowie The Program (futuristisch Fiktives) gelauscht. Früher waren da noch im Mix: This Week in Tech (die letzten Jahre zu Trump-lastig), Darknet Diaries (nach der x-ten Penetration Tester-Folge schwand das Interesse rapide) sowie Last Podcast on the Left (jetzt nur noch auf Spotify; aber Archive.org hat netterweise knapp 333 downloadbare Altfolgen, wie ich gerade feststellte).

Diese Woche gab es “The Case of Charles Dexter Ward“, welches in einem Reddit-Thread zu The Program empfohlen wurde. Der/Die/Das BBC brachte im vergangenen Jahr eine zehnteilige Aufarbeitung des H.P. Lovecraft Textes im zeitgenössischen Gewand. Zwei Podcaster übernehmen die Rolle des Doktors aus dem Original und untersuchen Charles Dexter Wards Verschwinden. Vergleichbar mit den fake Dokumentar-Horrorfilmen, die vor Jahren in Mode und nach dem Motto gestrickt waren: “Möchtegern-Geisterjäger mit viel zu viel Equipment treffen in Geisterhaus auf Geister oder so”.

Die Podcast-Reihe ist überaus hörbar und empfehlenswert. Es gibt ein, zwei Jumpscares, die für Lovecraft’sche Werke zwingend erforderlichen Soundbites, die versuchen mit vollem Mund und einer leichten Erkältung die Namen der Alten Götter zu artikulieren, und der zweigeteilte Ermittlungs-Erzählstrang verbindet sich zu einem runden Ganzen mit zufriedenstellendem Finish (und einer – noch unerlauschten – Fortsetzung!!).

Das Unheimliche kam an diesem Montag aber weniger aus den Ohrstöpseln, wobei es dort mit einem Besuch aus dem uncanny valley begann.

Ich hatte es die vorigen Male gar nicht wahrgenommen, aber zwischen den Episoden drangen deutsche Worte an mein Ohr. Werbung für ein amerikanisches Unternehmen, das in Telekonferenzen tätig ist und in Zeiten des großen C auf die selbsterklärenden Vorteile von Remote-Meetings aufmerksam machte. Nun ist es weniger überraschend, dass der/die/das BBC weiß, aus welchem Land die Person kommt (ein kurzer IP Lookup, eventuell wird die Browsersprache verwendet), die sich die Podcasts runterlädt (es ist eher zu begrüßen, dass diese nicht Länderspezifisch geblockt sind). Faszinierend ist der Aufwand, der betrieben wird. Es scheint rentabel genug zu sein aktuelle, lokalisierte Werbung parat zu halten, um diese bei Bedarf und on the fly an korrekter Stelle in die MP3-Datei zu klatschen. Das hat Applaus verdient!

In derart technischen Gedanken verloren, lief ich schnurstracks in eine Prozession Enten beim Mittagstisch. Aus den vergangenen Spaziergängen wusste ich, dass die aktuell in der Aufzucht sind, so dass die Eltern alle Flügel voll zu tun haben und mit ihnen nicht zu spaßen ist. Sie konnten aufgrund des bisherigen Menschenkontaktes noch so vertraut mit uns Zehnzehern sein, wenn die Brut auf dem Spiel steht, wird der Erpel zum Gorilla.

Statt also hechelnd und mit den Armen wedelnd – mein üblicher Laufstil – ging es im kleinschrittigen Gänsemarsch und den Augen geradeaus durchs hitchcockisch, hissende Minenfeld.

Symbolbild desselben Clans; an umschiffbarerer Stelle, nach der Sättigung und mit gebührendem Abstand auf dem Rückweg entstanden

Doch damit nicht genug. Der Titel verrät es bereits, nach den Enten kam der Hund und das kam so:

Wie das Bild zeigt, regnete es. Der Himmel war bereits zu Beginn meines Ganges verhangen, trotzdem wagte ich es. Das klappte am Samstag, als die Sonne die Asse im Ärmel hatte, noch hervorragend. Am Montag hingegen hielten die Regenwolken die Trümpfe in der Hand. Ich war keine 30 Minuten unterwegs als sie die königliche Klospülung betätigten. Zu dem Zeitpunkt war ich im bewaldeteren Teil der Strecke, doch das Blätterdach bot nur begrenzt Schutz.

Vor die Wahl gestellt den Kopf hängen zu lassen und den Rückweg anzutreten oder die zusätzliche Stunde im Regen in Kauf zu nehmen, plädierte der Podcast für den Mittelweg. Ich hatte noch anderhalb Episoden zu lauschen, was ca. 45 Minuten wären. Bei einer direkten Rückkehr verblieb eine Viertelstunde, die so klein sie auch scheint, nur schwerlich in meine Tagesplanung passte. Die Zeit in klammen Klamotten auf der Couch abzusitzen, klang weniger famos. Mit dem großen Finale vor den Ohren entschied ich mich also dafür statt dem üblichen großen Bogen einen Zickzackkurs im Wald zu absolvieren, in der Hoffnung, dass die Bäume und später die Sonne ein Einsehen mit mir hätten.

Feucht und weniger fröhlich, weil beföhnt, ging es durch den dunklen Wald. Einer der beiden Podcaster hatte gerade Trouble vor einer Irrenanstalt als ich Hundegebell vernahm. Das passte irgendwie zum Plot. Da gab es bereits einen Schläger, der den Protagonisten aufmischte, wieso nicht noch einen Vierbeiner hinzuziehen? Zumal bei dem Wetter die Zahl realer Hunde in der Gegend gering sein dürfte. Ich kam zuvor an zwei beschirmten Gassigängern vorbei, aber bei meinem Tempo und der Tatsache, dass der angeleinte Hund mir vertikal nur bis zum Knie reichte, konnten diese ausgeschlossen werden.

Es dauerte zwei, drei Beller, die zudem lauter wurden, bevor ich auf die Idee kam, mich eines Ohrstöpsels zu entledigen und mal umzuschauen. Siehe da, ein Hund, keinen Ausfallschritt von mir entfernt und im vollen Alarmmodus. Einer der mir zudem auf allen Vieren an die Oberschenkel reichte, so dass ich mir um meine entblössten Unterschenkel Sorgen machte. Er war weniger überrascht mich zu sehen, ihm war es auch egal jetzt meine Aufmerksamkeit zu haben und er bellte noch zweimal, bevor wir uns zeitgleich nach einem Herrchen umschauten. Dieser kam gerade erst um eine Ecke und war etliche Ausfallschritte entfernt. Zwischen diversen Rufen nach dem Hund vernahm ich ein zu entspanntes “Entschuldigung” in meine Richtung bevor der Köter zögernd aber entgegengesetzt davontrottete.

Ich hätte ihm folgen können, hätte dem Arsch meine Meinung geigen können, etc pp, doch ich wollte einfach nur weiter den Podcast hören. Also hob ich kopfschüttelnd die Arme im “WTF”-Stil, schob mir den Stöpsel wieder ins Ohr, spulte zurück und ging nach Hause.

 

Bonusbild: Überragender Grund sich einen anderen Mülleimer zu suchen

Ein neues Zuhause

Die Elektrik verkabelt

Nach Abstechern bei Pico und October doch wieder bei WordPress gelandet. Ich will einfach nur bloggen und bin mit dem System vertraut genug, dass es mir genau das erlaubt. Sollte es Anpassungswünsche geben, könnte die Feile gezückt werden, und mit genug Google-lei wäre sogar ein Plugin machbar. In meiner illustren und langläufigen “Karriere” wär’s noch nicht eimal das erste.

Die Wände gestrichen

Weiße Rauhfaser mit einem Klacks Farbe an den Ecken, die den Standardeinstellungen des kostenfreien Designs von AlxMedia entsprechen. Simpel bis stilsicher und mit knapp 400kb im ungetankten Zustand nicht so schwer, dass ich mir beim Reload die Fingernägel machen könnte.

Das erste Zimmer bezogen

Im Versuch den Irrungen und Verwirrungen Dritter zu widerstehen, wird alles im eigenen Heim geparkt. Erste Abschwur ist Tumblr. Mein sporadisch gedüngter Tumble Blog auf der peinlich vertippten Domain inpromtu.de wurde von dort exfiltriert, hierhin extrahiert und in den nächsten Wochen exfoliert, da sich in 11 Jahren so mancher Rohrkrepierer eingeschlichen hat. Bei knapp 1.200 Beiträgen wird das ne Minute dauern, also nicht zu schnell blättern!

Design dort ist das Standard 2020-Theme von WordPress, leicht angepasst. Alles ist eine Überschrift und dermaßen groß, dass der Senior zwei Reihen in der Bahn hinter einem noch was davon hat (aufgrund des teilweise freizügigen Inhalts rate ich hier zur Vorsicht). Fürs Tumblr-Flair sorgt eine Grafik, die von Lstore.graphics geschaffen wurde und schon länger auf meiner Platte weilte.

Die Türe offen

Also immer hereinspaziert. Ich plane den handelsüblichen Bloginhalt ohne zu persönlich zu werden: Hinweise auf konsumierte Medien, random Ideen, deren Reifung daraus besteht, dass alle einen großen Bogen um sie machen, vielleicht ein wenig Fiktion, nicht zu viel Technik (als jemand, der Webseiten und Online-Shops betreut, konnte ich beim ersten Eintrag nicht anders).

Sprechstunden wären immer wieder Sonntags, wobei ich bereits damit zufrieden wäre, wenn jemand zu Weihnachten vorbeischaut. Anders als bei den Betsbrüder- und Schwestern ist auf den Termin nicht immer verlass. Ergo nicht wundern, wenn die ein oder andere Woche eher sabattischen Charakter hat.